Im dritten und letzten Teil der Webcast-Serie zu den SAP Success Plans präsentierte Stephanie Lockemann, verantwortlich für das Premium Customer & Innovation Service Segment in Mittel- und Osteuropa, das umfassendste Angebot im neuen Portfolio: den Max Success Plan. Während die ersten beiden Webcasts den Gesamtüberblick und den Advanced Plan behandelten, ging es hier um die Frage, was strategische Partnerschaft mit SAP auf höchstem Level konkret bedeutet. Anbei die Zusammenfassung sowie die Links zu den Folien und dem deutschsprachigen Recording.
Was ist der Max Success Plan von SAP?
Was ist der Max Success Plan von SAP?
Ein Gedanke zog sich wie ein roter Faden durch den gesamten Vortrag von Stephanie Lockemann: Der Max Success Plan ist weit mehr als ein reines Safeguarding für den Go-Live. Sein Ziel ist es, Kunden in eine kontinuierliche Nutzung und Optimierung ihrer Software-Investitionen zu bringen – und zwar über den gesamten Lebenszyklus der Cloud-Subskription hinweg, nicht nur in der Implementierungsphase.
Der entscheidende Unterschied zu den bisherigen Premium-Engagement-Angeboten liegt in der Vereinfachung: Bislang mussten Kunden drei verschiedene Dienstleistungsengagements mit SAP eingehen, was die Zusammenarbeit unnötig fragmentierte. Mit dem Max Success Plan ist alles in einem Modell integriert – Foundational, Advanced und Max bauen aufeinander auf und sind in einer einzigen Subskription enthalten.
Was der Max Plan über den Advanced Plan hinaus bietet
Was der Max Plan über den Advanced Plan hinaus bietet
Lockemann ging systematisch durch die Elemente, die den Max Plan von den beiden anderen Stufen abheben – und machte dabei deutlich, warum sich diese Investition gerade für Unternehmen mit komplexen Transformationsvorhaben rechnen kann.
Dedizierter Success Plan Manager: Das Herzstück des Max Plans ist eine namentlich zugeordnete Ansprechperson, die idealerweise regelmäßig vor Ort beim Kunden arbeitet und das gesamte SAP-Engagement proaktiv koordiniert. Für bestehende Premium-Engagement-Kunden ist das eine evolutionäre Weiterentwicklung: Die Rolle geht aus dem bisherigen Technical Quality Manager (TQM) hervor, wobei alles, was Kunden am TQM schätzen, erhalten bleibt. Im Alltag arbeitet der Success Plan Manager eng mit dem Kundenteam zusammen, entwickelt ein tiefes Verständnis für die sich wandelnden Anforderungen und koordiniert den Zugang zu einem globalen SAP-Expertenpool von rund 27.000 Fachleuten. Er führt Scoping Calls durch, stellt sicher, dass die richtige Person mit dem richtigen Werkzeug zum richtigen Zeitpunkt zum Einsatz kommt, und passt den Serviceplan kontinuierlich an die aktuelle Projektsituation an.
Premium Support SLAs: Der Max Plan garantiert eine initiale Reaktionszeit von 15 Minuten für Fälle mit der Priorität „sehr hoch”. Lockemann ordnete das realistisch ein: 15 Minuten Reaktionszeit bedeutet nicht, dass das Problem in 15 Minuten gelöst ist. Aber gerade während laufender Go-Lives oder in geschäftskritischen Situationen macht diese Verbindlichkeit einen spürbaren Unterschied.
Support Case Management Assistance: Bei hochprioritären Support-Fällen erhalten Max-Kunden eine dedizierte Unterstützung, die über die reine Fallbearbeitung hinausgeht und durch systematisches Reporting sowie gezieltes Enablement ergänzt wird.
Transformation Advisory Services: Diese Services begleiten den Kunden von der strategischen Roadmap bis zur konkreten Realisierung – mit einem klaren Adoptionsplan, der entweder auf eine spezifische Lösung zugeschnitten oder lösungsübergreifend über End-to-End-Prozesse hinweg angelegt sein kann. Das Leistungsspektrum umfasst Transformationsplanung, Design, Safeguarding, Architekturtransformation und Governance.
Maßgeschneiderte KI Use Case Adoption: Im Bereich Künstliche Intelligenz geht der Max Plan deutlich über den Advanced Plan hinaus. Während Advanced bei der Identifikation und ersten Aktivierung von KI-Use-Cases aufhört, setzt Max gezielt bei der vollständigen Umsetzung an: Er befähigt das Center of Excellence des Kunden, unterstützt die Entwicklung kundenindividueller KI-Lösungen auf der SAP Business Technology Platform – auch jenseits der Standard-Use-Cases – und begleitet den kontinuierlichen Betrieb dieser Lösungen im Tagesgeschäft.
Lösungsübergreifende Process Improvement Services: Diese Kategorie umfasst die Analyse, Verbesserung und das laufende Monitoring von End-to-End-Geschäftsprozessen. Konkret gehören dazu Business Transformation Management, Cyber Security, Compliance, Data und Analytics Adoption, Datenqualität und -architektur sowie ein Operations Control Center für die Cloud.
Premium Services: Was bleibt, was ist neu?
Für bestehende Premium-Engagement-Kunden skizzierte Stephanie Lockemann die folgende Gegenüberstellung:
Was bleibt:
- Die strategische Partnerschaft mit dedizierten Experten und Enterprise-Architektur-Unterstützung
- Zugang zum Katalog spezifischer Premium Services
- Die bewährte Governance-Struktur
Was neu dazukommt:
- Unbegrenzter Zugang zu Cloud-basierten Leistungen aus allen drei Layers der Success Plans
- KI-gestützte, eingebettete Tools für kontinuierliches Monitoring und Empfehlungen
- Aktivierungs- und Optimierungsunterstützung für die Lösung
- Schnellere Premium-Support-Reaktionszeiten durch verbesserte SLAs
Vordefinierte Servicepläne: Schneller starten mit Erfahrungswissen
Ein besonders praxisnahes Element, das Lockemann vorstellte, dürfte gerade pragmatisch orientierte Projektleiter ansprechen: SAP hat vordefinierte Servicepläne für typische Kundenszenarien entwickelt. Diese basieren auf dem Erfahrungsschatz aus zahlreichen Premium-Engagement-Projekten und decken ein breites Spektrum ab – von der Vorbereitung und Umsetzung von Cloud-Transformationen über einzelne Public-Cloud-Lösungen bis hin zur gezielten Nutzung neuester SAP-Innovationen.
Das Prinzip dahinter ist einfach: Die Pläne können entweder direkt übernommen oder individuell angepasst und erweitert werden. Der Success Plan Manager hilft bei der Auswahl und Individualisierung. Damit entfällt die aufwändige Planung jedes Engagements von Grund auf – ein nicht zu unterschätzender Zeitgewinn, gerade in der Anfangsphase.
KI im Max Plan: Von der Guidance zur Umsetzung
Besonders anschaulich wurde es, als Lockemann anhand einer Swimlane-Darstellung zeigte, wie die drei Plan-Stufen beim Thema Künstliche Intelligenz ineinandergreifen:
- Foundational: Joule ist standardmäßig enthalten, ebenso eingebettete KI-Funktionen in den Lösungen und entsprechende Lernangebote.
- Advanced: Hier kommt KI als Beschleuniger der Transformation ins Spiel – durch gezielte Guidance und die Aktivierung neuer Funktionalitäten.
- Max: Die umfassendste Stufe bietet eine vollständige KI-Strategie mit Identifikation und Implementierung von Use Cases, die auch über den Standard hinausgehen können. Hinzu kommen die Entwicklung von Customer AI auf der BTP sowie die Optimierung und der Betrieb eigener KI-Lösungen.
Das Besondere an diesem Modell ist, dass der Success Plan Manager über alle drei Ebenen hinweg orchestriert und für jede Situation das passende Service-Element auswählt. Manchmal genügt ein Self-Service-Enablement aus dem Foundational Layer, manchmal ist ein Aktivierungsservice aus dem Advanced-Bereich die richtige Wahl, und manchmal braucht es eine intensive Max-Beratung. Der Mehrwert liegt nicht unbedingt im Maximalprinzip, sondern in der intelligenten Kombination.
Abbildung: Was bietet welcher Plan rund um AI?
Abbildung: AI Erweiterungen auf der SAP BTP als Teil des Max Success Plans
Der Dreiklang des Mehrwerts der Max Success Pläne
Den Wert des Max Success Plans kann man in drei Dimensionen zusammen fassen:
- Maximierung des Return on Investment: Das höchste Level an Advisory sichert die Transformation ab und beschleunigt die Wertrealisierung – ein Punkt, der in jedem Business Case für den Max Plan zentral sein dürfte.
- Proaktive strategische Partnerschaft: SAP prüft aktiv, welche Cloud-Lösungen im Einsatz sind, identifiziert ungenutztes Potenzial und kommt mit konkreten Vorschlägen auf den Kunden zu – nicht erst auf Anfrage.
- Kontinuierliche Transformation: Die Servicepläne sind gezielt darauf ausgelegt, Innovation zu beschleunigen, KI zu aktivieren und das Center of Excellence des Kunden zu befähigen.
Kern-Aussagen aus dem Webinar
„Es geht nicht mehr nur darum, Ihr Implementierungsprojekt und Ihren Go-Live abzusichern. Wir identifizieren jetzt auch proaktiv Möglichkeiten zur Innovation und zur Optimierung und fördern messbare Ergebnisse über die gesamte Lebensdauer Ihrer SAP-Landschaft.”
„Der Success Plan Manager ist wirklich Ihr Trusted Advisor, der dafür verantwortlich ist, dass Sie den gesamten Wert Ihrer SAP-Lösung ausschöpfen können.”
„Es geht nicht darum, in jedem Fall einen Max-Service zu positionieren, sondern wirklich einen Serviceplan aufzubauen, der sich aus allen drei Layers bedient.”
„15 Minuten initiale Reaktionszeit heißt nicht 15 Minuten Lösung. Aber gerade während Go-Lives sind diese Premium-Support-SLAs entscheidend.”
„Der Max Success Plan ist kein reines Safeguarding. Er soll Sie in eine kontinuierliche Nutzung Ihrer Software-Investitionen bringen, sodass Sie das Optimum herausholen können.”
Praktische Tipps für die Umsetzung
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Vordefinierte Servicepläne als Ausgangspunkt nutzen: SAP hat typische Szenarien bereits durchdacht. Starten Sie nicht bei null, sondern passen Sie einen bestehenden Plan an Ihre Situation an.
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Den Success Plan Manager strategisch einbinden: Behandeln Sie ihn nicht als reinen Service-Koordinator, sondern als strategischen Sparringspartner, der Ihre Geschäftsziele kennt und SAP-seitig orchestriert.
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Center of Excellence frühzeitig aufbauen: Der Max Plan bietet die Befähigung – aber die interne Verankerung von KI-Kompetenz und Innovationskultur muss vom Unternehmen selbst getragen werden. Der CoE Ansatz hilft dabei.
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Die drei Layers bewusst mischen: Nicht jede Fragestellung braucht einen Max-Service. Manchmal reicht ein Self-Service-Enablement oder ein Advanced-Aktivierungsservice. Der Mehrwert liegt in der intelligenten Orchestrierung.
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Cyber Security und Datenqualität priorisieren: Stephanie Lockemann betonte diese Themen als zentrale Voraussetzung für sinnvolle KI-Nutzung. Wer hier Lücken hat, sollte früh investieren.
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Proaktive Vorschläge einfordern: Der Max Plan verspricht, dass SAP ungenutzte Investitionen identifiziert und Vorschläge macht. Fordern Sie das auch aktiv ein.
Resümee
Der Max Success Plan positioniert sich als das umfassendste Beratungs- und Begleitungsangebot, das SAP bietet. Die Konsolidierung von drei bisher getrennten Engagement-Modellen in ein aufeinander aufbauendes Portfolio vereinfacht die Zusammenarbeit. Mit dem dedizierten Success Plan Manager, den Premium Support SLAs und der Möglichkeit, kundenindividuelle KI-Lösungen zu entwickeln und zu betreiben, richtet sich der Plan an Unternehmen mit komplexen Transformationsszenarien, die SAP nicht nur als Softwarelieferanten, sondern als strategischen Partner verstehen.
Sehr relevant fand ich den Punkt zu Cyber Security und Datenqualität als Voraussetzung für KI. Das wird in KI-Diskussionen manchmal übergangen, ist aber in der Praxis eine relevante Blockade. Dass SAP das als expliziten Service-Bestandteil im Max Plan verankert, zeigt den umfassenden Charakter des Max Plans.
Zusätzlich ist am 25.06. ein Vor-Ort Event geplant in Walldorf zu den Success Plänen mit Fokus auf Max – Details finden Sie hier.
Fragen und Antworten zum Max Success Plan
Wie viele Servicetage sind im Max Plan enthalten?
Die Cloud-basierten Services im Max Plan sind als Entitlements unbegrenzt abrufbar. Für die Premium Services (Transformation Advisory, KI Use Case Adoption, Cross-Solution Process Improvement) gelten die aus dem Premium Engagement bekannten Rahmenbedingungen.
Wie werden die Leistungen von Advanced und Max voneinander abgegrenzt?
Advanced bietet unbegrenzten Zugang zu Innovations-Guidance, Aktivierungs- und Optimierungsservices sowie KI-gestütztem Monitoring – fokussiert auf einzelne Lösungen. Max ergänzt dies um einen dedizierten Success Plan Manager, lösungsübergreifende End-to-End-Services, maßgeschneiderte KI-Entwicklung, Transformation Advisory und Premium Support SLAs mit 15 Minuten Reaktionszeit. Im Advanced Plan gibt es keine Begrenzung der Service-Anzahl, die einen Wechsel zu Max erzwingen würde.
Wir nutzen heute VPS Services – wie grenzt sich das von den Success Plans ab?
Diese Frage wurde im Webinar live beantwortet. Die Success Plans sind eine Weiterentwicklung und Konsolidierung der bisherigen Service-Angebote. Bestehende Kunden sollten ihren SAP-Ansprechpartner kontaktieren, um die konkrete Transition zu besprechen.
Sind die Success Plans auch für On-Premise-Installationen vorgesehen?
Die Success Plans sind für Cloud-Systeme und solche, die perspektivisch in die Cloud gehen, konzipiert. Für Systeme, die langfristig On-Premise bleiben, bietet SAP weiterhin eine abgewandelte Form des Premium Engagements an.
Gibt es eine Kombination aus Success Plans und On-Premise-Engagement – etwa bei BTP (Cloud) neben On-Premise?
Ja, hybride Konstellationen sind möglich. Für On-Premise bleibt das abgewandelte Premium Engagement bestehen. Für Cloud-Lösungen wie BTP können Success Plans in jeder Stufe – auch Advanced oder Max – gebucht werden.
Wie ist das Zusammenspiel mit SAP-Partnern bei der Implementierung?
SAP tritt mit den Success Plans nicht in Konkurrenz zu Implementierungspartnern. Die Plans liefern komplementär Zugang zu SAP-Expertise – insbesondere zu Best Practices, Standards, Architektur und spezialisiertem Fachwissen. Das Ziel ist Entscheidungstransparenz. Die Implementierung bleibt beim Partner.
Sind die Success Plans verpflichtende Bestandteile der Cloud-Transformation?
Der Foundational Plan ist automatisch in der Cloud-Subskription enthalten. Advanced und Max sind optionale Erweiterungen, die situativ empfohlen, aber nicht verpflichtend sind.
Gibt es eine AI Use Case Library?
SAP bietet im Rahmen der Success Plans verschiedene Services zur Identifikation und Aktivierung von KI-Use-Cases an. Für Details zur Verfügbarkeit einer konkreten Use Case Library empfiehlt sich der Kontakt zum SAP-Ansprechpartner. Ein erster Infopunkt ist auch SAPs Discovery Center und der AI Bereich dort.
Wir haben derzeit ActiveAttention – wie können wir auf den neuen Plan wechseln?
Es gibt Möglichkeiten zum Wechsel. SAP empfiehlt, die Details mit dem zuständigen TQM bzw. SAP-Ansprechpartner zu besprechen.
Wie flexibel kann ich zwischen den Success-Plan-Modellen wechseln?
Ein Wechsel zwischen den Stufen (Upgrade oder Downgrade) richtet sich an der Laufzeit der Lizenzverträge. Für Details zum Timing empfiehlt SAP den direkten Kontakt.
Was ist mit den On-Premise-Systemen – werden diese zukünftig über die Success Plans abgedeckt?
Systeme, die perspektivisch in die Cloud gehen, können über die Success Plans abgedeckt werden. Für langfristig On-Premise betriebene Systeme gibt es weiterhin eine abgewandelte Form des Premium Engagements als Herstellersupport.
Welche Rolle spielt der Partner im Support-Konzept der Success Plans?
Der Implementierungspartner bleibt für die Umsetzung verantwortlich. SAP bietet über die Success Plans komplementären Zugang zu Herstellerexpertise – insbesondere zu Best Practices, Standards und Architektur. Hands-on-Aktivierungen im Advanced und Max Plan werden in Abstimmung mit dem Projektteam und dem Partner durchgeführt.
Werden die Folien und Recordings der drei Sessions zur Verfügung gestellt?
Diese Frage wurde im Chat gestellt. Die Anmeldeseite der Webcast-Serie finden Sie unter: SAP Success Plans Webcast-Serie



